Baumschulen Hörmann

Wir sorgen für Wachstum…

Alleebäume und Hochstämme

Die Königsdisziplin jedes Baumschul-Gärtners ist die Anzucht von Alleebäumen und Hochstämmen. Die Produktion solcher Bäume erstreckt sich über viele Jahre und ist mit enormen Arbeitsaufwand verbunden. Es ist nicht damit getan, den Samen auszusäen und dann abzuwarten bis ein kräftiger Baum daraus erwächst. Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Abriß über anfallende Arbeitsschritte und Qualitätsstufen vom Sämling bis zum fertigen Alleebaum wiedergeben.   

Von der Saat bis zum leichten Heister

Nach der Aussaat wählen wir nur die aller schönsten und geradschaftigsten ein- oder zweijährigen Sämlinge aus, um sie daraufhin in einem weiteren Pflanzabstand erstmals zu verschulen. Sobald die  Bäume im Verschulbeet  eine Höhe von mindestens 80cm  erreicht haben, werden sie  als  leichte Heister (lHei 1xv) bezeichnet.   Je nach Baumart, können die größten Exemplare bereits jetzt bis zu 3 Meter gewachsen sein.

Aussaat

Eberesche

leichte Heister

Vom leichten Heister zum  verschulten Heister

Die leichten Heister durchlaufen nach der Rodung eine weitere Qualitätssortierung. Die ausgewählten, wuchsstärksten Individuen verpflanzen wir in einem neuen Quartier mit deutlich weiterem Verschulabstand ein zweites Mal. Die Pflanzen werden zudem an stützende Bambusstäbe geheftet. Das „Stäben“ gewährleistet  einen geraden Wuchs des Leittriebes. Nach einem weiteren Standjahr  sind sie jetzt  in die Güteklasse  verschulte Heister (vHei 2xv) gewachsen. Kennzeichnende Merkmale  für dieses Sortiment sind, eine Baumarten spezifische Seitenverzweigung mit durchgehendem Leittrieb, jedoch noch ohne erkennbare  Kronenausbildung. 

Bergahorn lHei

Verschulung Heister

Heister gestäbt

Vom verschulten Heister  zum zweimal verschulten Hochstamm

Im nächsten Produktionsschritt werden bei den verschulten Heistern  erstmals die Seitenäste entfernt. Neben dem Dickenzuwachs erfolgt jetzt auch eine deutliche Kronenausbildung. Das Abschneiden der Seitenverzweigung erfolgt  fortan mindestens einmal Jährlich bis  ein Astfreier Stamm, der sogenannte  Kronenansatz von 1,80m über dem Boden erreicht ist.  Zudem erhält der Baum in den ersten Standjahren einen „Aufbauschnitt“, dabei werden kräftige Äste gezielt gefördert um eine arttypische, stabile Krone auszuformen. Die zweimal verschulten Hochstämme (H2xv) verbleiben längstens 4 Jahre im weiten Verschulbeet. 

Geastete Heister 2xv

Aufbauschnitt bei Linde

2xv Hochstamm

Vom zweimal verschulten Hochstamm zum Alleebaum

Die zweimal verschulten Hochstämme werden aus ihrem bisherigen Quartier ausgehoben, um sie  in einem extra weiten Pflanzabstand ein wiederholtes Mal zu verschulen. Im  Folgenden wird der gerade Stamm schrittweise weiter geastet und die Krone durch Erziehungsschnitte  optimal geformt . Ab einem  Kronenansatz  von 2 Meter ist die Qualitätsstufe dreimal verschulter Hochstamm (H3xv) erreicht. Die maximale Standzeit ohne erneutes Verpflanzen beträgt wiederum vier Vegetationsperioden. Die selben Ansprüche gelten auch für Alleebäume, nur müssen diese bis zu einem Stammumfang von 25 cm einen Kronenansatz von 220 cm, dickere Exemplare von 250 cm aufweisen. Alleebäume sind mindestens 3xv Hochstämme, die vor allem an Straßen gepflanzt werden. Für diesen Verwendungszweck ist -neben einem geraden Leittrieb- ein besonders hoher Kronenansatz erforderlich,  der gegebenfalls weiter geastet werden kann. 

Verschulen 3xv Hochstamm

H3xv 1.Standjahr

H3xv Aufbauschnitt